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DHL Retail Solutions GmbH

Xnet rüstet Lager Unna mit 5 GHz Technologie aus

In einem der größten Logistikzentren in Europa hat Xnet im vergangenen Jahr die Steuerung für sämtliche FTF (fahrerlose Transportfahrzeuge) von Induktionsschleifen auf Funk umgestellt. Davon waren insgesamt 98 Fahrzeuge betroffen auf einer Fahrstrecke von 6,5 km.

Oberste Priorität bei der Umstellung, hatten die Betriebssicherheit und der Ausfallschutz.

D.h. zum Einen, das System muss an 365 Tagen 24 Std. verfügbar sein und zum Anderen schnell genug sein um einen stockungsfreien Fahrbetrieb zu gewährleisten.

Die Anforderung an die Performance und die Tatsache, dass bereits unterschiedliche Funktechniken im Einsatz sind führten zu der Entscheidung ein 5 GHz Funknetz zu verwenden.

Standort

Der Standort ist ein Logistikzentrum mit einer Lagerfläche von weit über 300.000 qm und einer Ausdehnung von 536 x 360 m.









Die Aufgabe und die Rahmenbedingungen

Sämtliche 98 führerlosen Transportfahrzeuge an diesem Standort auf einer Fahrstrecke von 6,5 km über ein Funksystem zu steuern. Und das so schnell, dass zu jeder Zeit ein stockungsfreier Betrieb gewährleistet ist. Konkret bedeutet das, dass selbst an den Meldepunkten die Fahrtfreigabe in einer Zeitspanne erfolgt, die es dem Fahrzeug erlaubt nicht zu stoppen. Diese Zeitspanne liegt bei unter 20 msek.

Ein moderner Lagerstandort bringt es natürlich mit sich, dass auch bereits umfangreiche Technik und damit auch Funktechnik eingesetzt wird.
Im konkreten Fall sind alle gängigen Funktechniken bereits im Einsatz:

  • 108 Dect Antennen für Telefonie
  • 160 WLAN AP´s nach dem 802.11b Standard, die zur Steuerung von 138 Staplern und mobilen Datenerfassungsgeräten verwendet werden. ( 800 zusätzliche Kommissioniersystem sind geplant)
  • Schmalband 433 MHz zur Anlagen und Steuerungstechnik
  • Betriebsfunk und
  • Mikrowellentechnik bei der Einbruchsmeldeanlage

Um die Anforderungen an Betriebssicherheit und Ausfallschutz zu gewährleisten schieden diese Techniken wohl aus.
Die Eckpunkte für die Entscheidung waren:

  • Performance
  • Ein freier Frequenzbereich
  • Ausfallschutz
  • Verfügbarkeit der notwendigen Hard- und SW-Komponenten

Funktechnikentscheidung

Nach dem kurzen Exkurs in die Funktechnik, nun zurück zur Aufgabe. Basierend auf den erarbeiteten Eckpunkten, Performance, freier Frequenzbereich, Ausfallschutz und Produktverfügbarkeit.

Der Punkt Performance wir durch die Technologien 802.11g, 802.11a als auch WIMAX erfüllt.

Der Punkt freier Frequenzbereich wird im Grunde ebenfalls durch alle3 Technologien erfüllt. Allerdings ergeben sich bei 802.11g Einschränkungen durch die geringe Zahl der parallelen Kanäle, die heute bereits Verwendung finden. Grundsätzlich bestände aber die Möglichkeit das bereits installierte Netz zu nutzen.

Der Punkt Ausfallschutz wird sowohl von 802.11a und WIMAX voll erfüllt. Bei 802.11g ergeben sich Einschränkungen, da dieses Netz bereits bei der Staplersteuerung als auch den MDE verwendet wird und auch für die geplanten Kommissioniersysteme verwendet werden soll.
Eine gegenseitige Beeinflussung, die zu erheblichen Performanceverlusten bis hin zum Stillstand führen kann, lässt sich nicht völlig ausschließen.

Bei dem Punkt Produktverfügbarkeit sollten natürlich alle notwendigen Komponenten, sowohl für die Infrastruktur als auch die Client, zu angemessenen Preisen verfügbar sein.
Dieser Punkt wird von 802.11g und 802.11a erfüllt.

Nach einer gründlichen Abwägung fiel dann die Entscheidung für ein 5 GHz Netz nach dem 802.11a/h Standard.

Die Lösung

Implementiert wurden nun 55 x Cisco AP 1242 Ethernet Access-Points, die die gesamte Fahrstrecke redundant abdecken.
Es wurde ein separates redundantes Netzwerk –segment mit 30 Switchen aus dem Hause HP aufgesetzt, die über redundante Stromkreise mit Strom versorgt werden. Die Energieversorgung der Access-Points wird über das Netzwerk sichergestellt. Die AP´s kommen somit ebenfalls in den Genuss der redundanten Stromversorgung.








Die fahrerlosen Transportfahrzeuge erhielten eine 802.11a Funkkarten, die Softwareseitig integriert werden mussten.





Fazit

Die Zielsetzung die Steuerung von FFZ Systemen von Induktionsschleifen auf Funktechnologie zu portieren wurde erfüllt und das auf Anhieb bei einer Größenordnung, die so schnell weltweit nicht Ihres Gleichen findet.

Die Botschaft lautet: Funktechnologie kann zur Steuerung von fahrerlosen Transportsystemen uneingeschränkt verwendet werden. Wir denken, das ist eine gute Nachricht!